Janus
Zuständigkeitsbereiche
Janus ist eine der ältesten
römischen Gottheiten. Er ist der Gott der Tore, des Ein- und Ausgangs, im übertragenen
Sinne jeglicher Art von Anfang. Janus hat zwei Gesichter und kann daher sowohl nach vorne
als auch nach hinten blicken.
Gott des Anfangs
Dem Janus waren alle Anfänge heilig. Im Gebet wurde er als erster Gott angerufen: mit ihm
musste eben begonnen werden. Im Staatsleben als auch im Privatleben wurde der Anfang
wichtiger Unternehmungen und Handlungen unter seinen Schutz gestellt.
Bedeutung des Janus im römischen Kalender
Die Tagesanfänge, der erste Tag im Monat (die sogenannten Kalenden) und
der nach ihm benannte Monat Januar waren dem Janus geweiht. Das Hauptfest
des Gottes wurde am 1. Januar begangen. An diesem Feiertag ließ man nicht alle Arbeit
ruhen, sondern ging seinen Lieblingsbeschäftigungen nach, in denen man im Verlauf des
beginnenden Jahres Erfolge erzielen wollte. Man opferte Janus Weihrauch, Wein und Kuchen.
Die Menschen tauschten untereinander kleine Geschenke aus wie Lorbeer- und Palmzweige,
Datteln, Feigen, Honigkuchen sowie Münzen mit dem Januskopf.
Den Höhepunkt des Tages bildete der Festzug der Konsuln, die an diesem Tag ihre
Amtsgeschäfte aufnahmen und in Begleitung der Senatoren und Ritter zum ersten Mal mit den
Amtsinsignien auf das Kapitol zogen, um Opfer darzubringen.
Der Janusbogen
Die Kultstätte des Janus befand sich im Norden des Forum Romanum und bestand aus einem
heiligen Torbogen, durch den das römischen Heer in den Krieg zu ziehen pflegte. Die Tore
des Bogens blieben in Kriegszeiten immer geöffnet und wurden zu Beginn einer Friedenszeit
geschlossen. Kaiser Augustus rühmte sich, dass unter seiner Herrschaft die Tore dreimal
(!) geschlossen waren, in der ganzen vorangegangenen römischen Geschichte lediglich nur
zweimal (!).
Attribute
StabDarstellung
doppelköpfig und doppelgesichtig mit Bart
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